Chronik der Feuerwehr Berndorf

Bei der Florianifeier 2014 konnte die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Berndorf in Buchform präsentiert werden. In vielen Stunden über den Zeitraum von ca. drei Jahren haben unsere Kameraden

Josef Kirchtag Johann Reichl Gerhard Bergner Sigfried Gradl

Dokomente, Berichte, Zeitungsausschnitte und Fotos gesammelt, gesichtet, geordnet und aufbereitet. Entstanden ist daraus ein mehr als 300 seitiges Werk welches sehr anschaulich die Geschichte der Feuerwehr Berndorf wiedergibt.

Die Chronik kann am Gemeindeamt zu einem Unkostenbeitrag von € 30.-  erworben werden.


An dieser Stelle sei die Geschichte der Feuwerwehr in Berndorf nur kurz umrissen.

Ein großer Ortsbrand im, Oktober 1864, veranlasste die Verantwortlichten der Gemeinde Überlegungen anzustellen wie bei solchen Katastrophen besser helfen zu sei. Ab dem selben Jahr wurden auch die feuerpolizeilichen Aufgaben vom Land auf die Gemeinden Übertragen. Bereits bei der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr, im Jahr 1896, unter Bürgermeister Andreas Sturm war diese personell sehr stark aufgestellt. 48 Mann fanden sich unter dem ersten Kommandanten Johann Fruhstorfer (Bräuwirt) zusammen.

Zwei Fahrspritzen und zwei kleinere Spritzen mit entsprechendem Zubehör standen den Kameraden sofort zur Verfügung, da die Gemeinde diese Geräte schon zuvor beschafft hatte.

1911 fand die erste Fahneweihe statt. Zu dieser Zeit war Johann Tiefenthaler (Wendelbergerbräu) Kommandant. Gespendet wurde die Fahne von Bräuwirt Johann Frusdorfer und dessen Gattin Theresia. Während dem ersten Weltkrieg und in den Jahren danach sank der Mannschaftsstand beträchtlich ab. Erst ab 1924 ging es mit wachsender Mannschaftsstärke und der Erichtung des ersten Zeughauses wieder aufwärts. Unter Kommandant Johann Haidenthaler konnten auch modernere Löschgeräte beschafft werden.

Ab 1930 kam die erste Motorspritze der Marke Vierlinger zum Einsatz. Ein Feuerwehrauto hat es allerdings noch nicht gegeben und bei Einsätzen wurden die Geräte von örtlichen LKW-besitzern transportiert. Die zweite Motorspritze vom Type DKW wurde unter Kommandant Max Kreuzbauer 1940 angekauft.

Auch in den Jahren des zweiten Weltkrieges wurde die Mannschaft wieder stark dezimiert. Deshalb wurde eine Jugendfeuerwehr aufgestellt, welche nicht nur die Brandbekämpfung in Berndorf aufrecht erhielt, sondern auch nach Fliegerangriffen in der Stadt Salzburg eingesetzt wurde. Nach Kriegsende übernahm Max Kreuzbauer wieder das Kommando und stellte erneut eine schlagkräftige Feuerwehr auf.

Das erste Gruppenfahrzeug entstand aus einem ehemaligen Sanitäts KFZ der Type Steyr, welches aus Wehrmachtsbeständen erworben werden konnte. Die ständige Verbesserung und Technisierung der Geräte erforderte einen Neubau der Zeugstätte. Im November 1950 sind die Kameraden eingezogen. Noch im selben Jahr wurde das erste Fahrzeug gegen einen amerikanischen LKW der Marke Doge getauscht.

Ab 1952 wurden die Feuerwehrmänner mit der ersten Sirene zu den Einsätzen gerufen.

Zum 60 Jährigen Gründungsjubiläum im Juni 1956 wurde ein Löschfahrzeug Steyr 1500 in Betrieb genommen. 1960 wurde zur Kompettierung der Ausrüstung eine neue Tragkraftspritze VW75 Automatic angekauft.

Die zweite Fahne wurde 1964 geweiht und von der Bachlwirtin, Maria Königsberger, gespendet. 1970 konnte der erste Leistungsbewerb mit Erfolg bestritten werden.

Um immer möglichst auf dem neuesten Technischen Stand zu sein wurde 1972 das erste Tanklöschfahrzeug TLF 1000 Opel Blitz angekauft. Ebenfalls während die Feuerwehr dem Kommando von Hans Haidenthaler unterstand konnte das Tanklöschfahrzeug wenig später mit Atemschutz- und Funkgeräten ausgerüstet werden. 1979 wurde wieder eine Jugendfeuerwehr gegründet. Erich Antonitsch und Erwin Salzlechner leisteten hier nicht nur in Berndorf, sondern landesweit Pionierarbeit.

Nach rund 30 Jahren in denen die Anforderungen an die Feuerwehr immer wieder gestiegen waren, hatte auch die Technisierung zugenommen und erforderte abermals einen Neubau des Feuerwehrhauses. Der Baubeginn fand 1981 statt und im September 1983 konnte es feierlich in Betrieb genommen werden. Der Neubau konnte der Gemeinde Berndorf durch viele Sach- und Geldspenden der Bevölkerung und die zahllosen Arbeitsstunden der Feuerwehrmitglieder erleichtert werden. Wesentlich zum Gelingen des Baus hat jedoch Hanns Heidenthaler beigetragen. Erst 1984 musste er aus Altersgründen seine Funktion als Abschnitts- und Ortskommandant zurücklegen. Doch zuvor wurde noch eine neue TS 80 angekauft.

Neuer Ortsfeuerwehrkommandant wurde Alois Pertiller. Vom Bundesheer konnte ein Löschfahrzeug erworben werden und mehrere Kameraden restaurierten das Fahrzeug von grundauf. Zur Florianifeier im Mai 1986 fand die Fahrzeugweihe statt. Zu diesem Anlass wurde auch an einige Feuerwehrmänner die Kathastrophenmedailie des Landes Salzburg verliehen da im August 1985 ein schwerer Sturm wütete.

Die Kirchenrestaurierung konnte 1987 abgeschlossen werden. Dazu konnte eine Barocke Florianfigur durch spenden der Feuerwehrmitglieder restauriert werden.

1991 konnte das in die Jahre gekommene Tanklöschfahrzeug gegen ein neues TLF–A 3000 Marke Steyr gewechselt werden.

1996 folgte die Beschaffung eines Mercedes Sprinter als Mannschaftstransportfahrzeug.

Nach 15 Jahren übergab Alois Pertiller 1999 das Kommando an Walter Mieser.
Ein hochmodernes Löschfahrzeug aufgebaut auf einem MAN Fahrgestell konnte 2002 in Dienst gestellt werden.

Eine Wärmebildkamera konnte 2013 beschafft werden und macht den Feuerwehreinsatz schneller und sicherer.

2014 wurde ein großer Teil der Einsatzbekleidung erneuert.
Ebenfalls 2014 ist die Fahne, welche 1964 gespendet wurde, restauriert und neu geweiht worden.

Nach 20 Jahren hat unsere Bergeschere (Hydraulisches Rettungsgerät) ausgedient und wurde 2015 durch durch ein neues Gerät der Fa. Weber Hydraulik ersetzt.

Wir werden uns auch weiterhin bemühen die Ausrüstung auf dem neuesten Stand zu halten und eine schlagkräftige Mannschaft zu stellen, um der Berndorfer Bevölkerung in Notsituationen rasch und richtig helfen zu können,
24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.

Feuerwehrkommandanten

seit der Gründung

1896 – 1911 Johann Fruhstorfer
1911 – 1919 Johann Tiefenthaler
1919 – 1921 Josef Dienstl
1921 – 1924 Michael Höpflinger
1924 – 1938 Johann Heidenthaler
1938 – 1940 Andreas Kobler
1940 – 1952 Max Kreuzbauer
1952 – 1964 Johann Haidenthaler
1964 – 1984 Hans Haidenthaler
1984 – 1999 Alois Pertiller
1999 – 2014 Walter Mieser
seit 2014 Thomas Kirchtag
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